Unser Härtereiservice im Überblick

Seit 75 Jahren Härten, Glühen und Nitrieren wir. Zur Zeit haben wir drei Vakuumwärmebehandlungsanlagen, drei Plasmaoberflächenhärteanlagen sowie drei Luftumwälzer im Einsatz. Spezialisiert auf 0-Maß-Härten, wird bei uns nur einlagig chargiert und so Schlagschatten und asymmetrische Abhärtung verhindert. Durch unsere "kleinen" Öfen können wir schnell und flexibel auf die Terminwünsche unserer Kunden eingehen. Für die unten stehenden Werkstoffe haben wir ein 24-std-Service eingerichtet: Heute gebracht - morgen gemacht.

Kommen sie in den Genuss von festen Härteterminen für das Werkzeughärten im Vakuum!

Bei Anlieferung bis 14 Uhr sind die Teile am nächsten Tag fertig (vorbehaltlich der Kapazitätsüberprüfung). 24 Std Garantien sowie Wochenendarbeiten sind nach Rücksprache möglich.

Jetzt Arbeitsschein für die Härterei direkt hier downloaden!

  • 1.2379 X155CrMoV121      58 - 60 HRC, 2 x angelassen (Fertigstellung bis ca. 10 Uhr morgens)
  • 1.2379 X155CrMoV121      58 - 60 HRC, sekundärgehärtet, 3 x angelassen
  • 1.2343 X38CrMoV51          50 - 53 HRC, 2 x angelassen (Fertigstellung bis ca. 10 Uhr morgens)
  • 1.2344 X40CrMoV51          50 - 53 HRC, 2 x angelassen (Fertigstellung bis ca. 10 Uhr morgens)
  • Alle Werkstoffe Plasmanitrieren 0,2 mm tief (Fertigstellung bis ca. 10 Uhr morgens)

Vakuumhärten

Beim Vakuumhärten werden die Bauteile unter Vakuum auf Härtetemperatur gebracht und mittels Hochdruckgas abgeschreckt. Durch den Gasdruck sowie der Gasgeschwindigkeit wird die Abkühlrate kontrolliert.

Max Ofengröße: 1000 x 700 x 400 mm Max Stückgewicht: 800 kg

Max Härtetemperatur: 1320 °C

Die Vorteile bei unserer Vakuumhärtebehandlung:

  • Blanke Oberfläche der gehärteten Werkstücke
  • Oxid- und entkohlungsfreie Randzone
  • Durch Stickstoffpartialdruck kein Verdampfen von Legierungselementen
  • Verringerung des Verzugs durch gleichmäßiges Konvektionsaufheizen im Stickstoff
  • Geringe Maßänderung durch gesteuerte symmetrische Abkühlung
  • Hervorragende Reproduzierbarkeit der Wärmebehandlung durch Rechnergesteuerten Zyklusablauf
  • Bis zu 15 bar Abschreckdruck ermöglicht selbst bei großen Querschnitten ein gleichmäßiges Gefüge
  • Rekristallisations- und Lösungsglühen

    Durch ein spezielles Verfahren können wir die Kaltverfestigung von austenitischen Edelstählen (VA) rückgängig machen. Dadurch wird der Stahl entmagnetisiert und die Verformbarkeit wiederhergestellt.

    Wärmebehandlung von AM Bauteilen

    Durch neue Fertigungsverfahren, wie das Stahl 3D-Drucken (Laser Powder Bed Fusion, LPBF oder Selective Laser Melting, SLM), entsteht eine neue Herausforderung an die Wärmebehandlung. Die durch die Erstarrung entstehenden Mikroseigerungen werden durch ein Lösungsglühen beseitigt. Ein mögliches anschließendes Warmauslagern führt zu den gewünschten Materialeigenschaften.

    Gängige additiv gefertigte Werkstoffe die bei uns wärmebehandelt werden:

  • Nickelbasislegierungen 2.4668 (IN718), 2.4856 (IN625)
  • Weichmartensite 1.4542 (17-4 PH), 1.2892 (15-5 PH)
  • Warmauslagerer 1.2709 (Maragin steel)
  • Austenitische Rostfreistähle 1.4404 (316L)
  • Plasmanitrieren im Vakuum

    Beim Nitrieren wird durch Diffusion Stickstoff in der Oberfläche eingelagert und eine harte Verbindungsschicht erzeugt. Mit der Nutzraumabmessung von Ø900 x 2000 mm können wir ab sofort Bauteile mit größeren Abmessungen bei uns in Velbert oberflächenhärten.

    Max Stückgewichte: 500 kg Max Nitriertemperatur: 570°C

    Die Vorteile bei unserem Plasmanitrieren:

  • Hohe Verschleißfestigkeit
  • kein Fressen
  • kein Kaltaufschweißen mehr
  • Praktisch kein Verzug
  • Ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit
  • durch CNC-Steuerung verschiedene Schichtmodifikationen und Schichtdicken möglich
  • Plasmaoxidation Black Ox

    Für eine zusätzliche Verringerung des Reibungskoeffizienten sowie einer signifikanten Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit können Bauteile plasmaoxidiert werden. Durch diese gezielte Nachoxidation wird eine Oxidschicht in die Verbindungsschicht eingelagert, die neben einer Verbesserung der Gleiteigenschaften eine Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit erzielt. Diese Kombination aus Plasmanitrierung und Postoxidation kann sowohl in einem Prozess als auch in zwei getrennten Prozessen durchgeführt werden. Durch diese Behandlung werden die Teile dekorativ dunkelgrau bis mattschwarz. Die Korrosionsbeständigkeit nach dem Plasmanitrieren mit Nachoxidation ist deutlich besser als nach dem Brünieren, da die Brünierschicht im Vergleich zur Nitrierschicht porös ist.

    Die Vorteile bei unserem Black Ox Verfahren:

  • Nochmals erhöhte Korrosionsbeständigkeit
  • Verringerung des Reibungskoeffizenten
  • Verbesserung der Notlaufeigenschaften sowie des Einlaufverhaltens
  • Dekoratives Aussehen
  • Beispiel Plasmanitriert und Oxidiert 1.2379 geglüht:

    Oberflächenhärte: 923 - 958 HV1

    Kernhärte: 290 HV0,5

    Nht: 0,197 mm

    Verbindungsschichtdicke 2 - 4 µm

    Oxidationsschichtdicke: max. 1 µm

    LTN

    Beim LTN Verfahren wird mit Hilfe von Stickstoffdiffusion bei niedrigen Temperaturen Atome in die Oberfläche eingebracht. Dabei werden die Stickstoffatome in die Matrix des Stahles ohne Bildung von Ausscheidungen (z.B. Nitride, Carbonitride) eingelagert. Die Schicht mit einer Diffusionsstärke von 10 - 70 µm hat eine Härte von über 1000 HV, damit eine hohe Verschleißfestigkeit und lässt sich Reparaturschweißen und Nachpolieren. Da anders als beim normalen Nitrieren keine Verbindungsschicht erzeugt wird, kann es zu keiner Abplkatzung wie bei klassischen Schichten kommen. Durch die niedrige Verfahrenstemperatur ist die Verzugsgefahr vernachlässigbar. Aufgrund der geringen Diffusionstiefe empfehlen wir die Behandlung bei vergüteten oder gehärteten Stählen mit einer Anlasstemperatur über 400°C wie z.B. 1.2343, 1.2311, 1.2316, 1.2083, 1.2379.

    Beispiel LTN Behandlung bei 1.2379 sekundär gehärtet:

    Oberflächenhärte: 1264 - 1282 HV1

    Kernhärte: 730 HV0,5 ~60 HRC

    Nht: 0,101 mm

    Verbindungsschichtdicke: nicht ermittelbar

    Prüfverfahren

    Bei uns sind für die Qualitätssicherung verschiedene Messmethoden im Einsatz. Dabei kann die Härte durch die Tiefe eines Diamanteindruckes (HRC), mittels Ultraschallprüfung (UCI) oder durch die Rückprallmethode (Leeb) ermittel werden. Durch die geringe Prüfkraft bei dem UCI Verfahren wird die Oberflächenhärte von dünnen Schichten bspw. Nitrierschichten geprüft. Mit der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) kann der Stahl in kürzester Zeit identifiziert werden und so eine Materialverwechslung ausgeschlossen werden.

    Digital HRC

    UCI

    Leeb

    RFA Materialanalyse

    Die gemessene Härte wird durch unser digitales Rockwellprüfgerät von EmcoTest als Ausdruck oder auch als PDF ausgegeben.

    Dokumentation der Behandlung

    Durch unsere modernsten Anlagen in der Wärmebehandlung können wir Ihnen eine nahtlose Dokumenation zur Verfügung stellen. Dabei können beispielsweise Temperaturverläufe der Prozesse ausgegeben werden. Geben Sie uns bei Auftragserteilung einen Hinweis.

    Unkomplizierte Angebotsanfragen in nur wenigen Minuten direkt und einfach!